Buchkritik vom 19.01.2019

Als letztes wurde das Buch “Der fliegende Berg” von Christoph Ransmayr gelesen.

Dieses gewaltige , in Flattersatzversen geschriebene Epos handelt von zwei Brüdern aus Irland, die – so verschieden sie auch 

sind – schon in ihrer Jugend von ihrem Vater zu immer höheren Überlebensleistungen nahezu geprügelt wurden. Nach der frühen Aufgabe ihres Berufslebens verlassen sie Irland in Richtung Tibet in den Transhimalaya. Dort wollen sie einen nicht bekannten Berg “einen weißen Fleck auf der Landkarte” im Land Kham besteigen. Mit dem tibetischen Nomadenstamm, den Khampas,

ziehen sie im Frühling zu immer höher gelegenen Weiden für deren Yak Herden. So gelangen sie schließlich zu ihrem unbekannten Berg, den die Nomaden “Phuri Ri” nennen. Obwohl der Clan Chef   sie dringend abzuhalten versucht, besteigen und bezwingen beide allein in einem Höhenrausch den fast 7000 m hohen Gipfel.

Beim Abstieg verliert der ältere Bruder sein Leben. Der andere wird gerettet und kehrt über Irland zurück nach Tibet der Liebe wegen.

Der Lesekreis war überwiegend beeindruckt von der Sprache, den zwiespältigen Verhältnis der Brüder und den wunderbaren Beschreibungen der Landschaft, der Natur und der Liebe. Was die Brüder zu diesem Höhenrausch angetrieben hat; es war wohl die Gier nach dem Ende des Weges oder mit dem “fliegenden Berg”  davongeweht zu werden. Sehr lesenswert. 

Als nächstes wird das Buch “Elsa ungeheuer” von Astrid Rosenfeld gelesen. Treff:14. Februar 2019, 20 Uhr, Kirchliche Sozialstation, Heinrich-Magnani-Str. 2. Gäste sind willkommen.